Turkmenistan
Die Republik Turkmenistan liegt im südlichen Teil Zentralasiens, am Kaspischen Meer. Turkmenistan könnte die Sonnenrepublik Zentralasiens genannt werden, denn fast neun Zehntel des 488.100km² groβen Territorums gehören zur groβen Sandwüste Karakum. Das Land grenzt an Afghanistan, Kasachstan, an den Iran und Usbekistan. 1991 erklärte sich Turkmenistan unabhängig.
Die Hauptstadt ist Aschgabat.
Die Landessprache ist Turkmenisch und Russisch.
Bevölkerung. Die Hauptteil der Bevölkerung (5,4 Mio.) bilden die Turkmenen. Die gröβten Minderheiten sind Russen, Usbeken, Kasachen, Tataren, Ukrainer, Aserbaidschaner und Armenier.
Religion. Etwa 90% der Bevölkerung sind Muslime, 9% gehören der Russisch-Orthodoxen Kirche an.
Klima. Es herrscht überall kontinentales Klima mit extrem heiβen und trockenen Sommer und kalten Winter.
Landschaften. Nahezu 80% der Landfläche werden von der Wüste Karakum eingenommen. Im Westen erstrecken sich die Hochebene von Tükmenbasy und der Groβe Balkan. Dieser fällt in Richtung Süden zum Karakum-Kanal (Turkmenischer Hauptkanal) ab, auf dessen anderer Seite die Landschaft in das Kopet-dag-Gebirge übergeht, das sich gröβtenteils im Iran befindet. Während Richtung Südosten nach Afghanistan noch einige Ausläufer des Gissargebirges aufragen, befindet sich der höchste Berg des Landes, der Ayrybaba (3139m), an der östlichen Grenze zu Usbekistan.
Aschgabat - Das Zentrum des turkmenischen Kunsthandwerks
Aschgabat ist die Hauptstadt Turkmenistans mit 773.400 Einwohnern größte Stadt des Landes. Sie bildet einen eigenen Distrikt, den Aşgabat şäheri. Aschgabat liegt in einer Oase in der Wüste Karakum, am Fuße des Gebirges Kopetdag, nahe der Grenze zum Iran. Die Stadt besitzt einen Hafen sowie einen internationalen Flughafen. Es ist ein bedeutender Industriestandort (Maschinenbau, Elektrotechnik, Textil-, Lebensmittelindustrie). In Aschgabat befinden sich außerdem ein Kulturzentrum mit Universität, Hochschulen, Theater, Museen und ein Zoo.
Der überwiegende Teil älterer Bausubstanz wurde bei Erdbeben zerstört. Deshalb fehlen die für andere zentralasiatische Städte typischen orientalischen Altstadtviertel. Das Zentrum von Aschgabat wird von Bauten aus Stahlbeton und Glas geprägt, die weitestgehend erdbebensicher sind.
Sehenswert sind das Museum für Bildende Kunst, das Museum für Landeskunde und das Historische Museum. Auffallendste der vielen Grünanlagen ist der Botanische Garten, mit seiner Sammlung einheimischer und exotischer Pflanzen.
Bekannt ist Aschgabat als Zentrum des turkmenischen Kunsthandwerks, besonders für handgewobene Teppiche.
Turkmenistan ist in fünf Provinzen mit rund 50 Distrikten unterteilt.
Ahal Provinz liegt südlich zentral im Land und grenzt an den Iran und Afghanistan. Die turkmenische Hauptstadt Aschgabat wird von ihr umschlossen, sie ist auch die Hauptstadt der Provinz, bildet aber verwaltungstechnisch einen eigenen Hauptstadtdistrikt (Aşgabat şäheri).
Im Süden wird die Provinz vom Karakumkanal durchquert, dort liegt auch der Schwerpunkt der Bevölkerung.
Die Fläche beträgt 95.100 km², die Einwohnerzahl (2006) rund 892.000, somit ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von rund 9 Einwohnern/km².
Balkan Provinz liegt im Westen des Landes an der Küste des Kaspischen Meeres und dessen salzhältiger Lagune Kara-Bogas-Gol. Sie grenzt im Norden an Kasachstan und Usbekistan und im Süden an den Iran. Sie ist benannt nach dem Großen Balkan, einem bis zu 1880 m hohen Gebirgsmassiv (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gebirge in Südosteuropa).
Die Fläche beträgt 138.500 km², die Einwohnerzahl (2006) rund 563.000, somit ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von rund 4 Einwohnern/km².
Die Hauptstadt der Provinz ist Balkanabat (früher Nebit-Dag).
Daschoguz Provinz liegt im Norden des Landes und grenzt im Norden an Usbekistan. An der Grenze liegt die Sarykamysch-Senke, wo sich der Sarykamyschsee gebildet hat. Große Teile des Provinz werden von der Karakum-Wüste eingenommen.
Die Fläche beträgt 73.600 km², die Einwohnerzahl (2006) rund 1,391.000, somit ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von rund 19 Einwohnern/km².
Die Hauptstadt der Provinz ist Daşoguz.
Mary Provinz liegt im Südosten des Landes und grenzt im Südosten und Süden an Afghanistan. Den Süden der Provinz durchfließt der Fluss Murgab, auch der Karakumkanal durchquert die Provinz.
Die Fläche beträgt 86.800 km², die Einwohnerzahl (2006) rund 1,584.000, somit ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von rund 18 Einwohnern/km².
Die Hauptstadt der Provinz ist Mary, die unweit der bekannten Ruinenstadt Merw liegt.
Lebap Provinz liegt im Osten des Landes und grenzt im Osten an Usbekistan und im Südosten an Afghanistan. Sie wird vom Fluss Amu-Darja durchflossen, von welchem im Süden der Karakumkanal abzweigt, Teile des Provinz werden von der Karakum-Wüste eingenommen.
Die Fläche beträgt 93.800 km², die Einwohnerzahl (2006) rund 1,431.000, somit ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von rund 15 Einwohnern/km².
Die Hauptstadt der Provinz ist Türkmenabat (früher Tschardschou).
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