Kirgisistan
Die Republik Kirgisistan (198.500km²) liegt in Zentralasien. Das Land grenzt nördlich an Kasachstan, südöstlich an China, im Süden an Tadschikistan und westlich an Usbekistan. Kirgisistan erhielt erst im Jahr 1991 seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion.
Die Hauptstadt ist Bischkek.
Die Landessprache ist Kirgisisch und Russisch.
Die Bevölkerung. Die Hauptteil der Bevölkerung (5,3 Mio.) bilden die Kirgisen (64,9 % der Bevölkerung). Außerdem leben Usbeken, Russen, Uiguren, Ukrainer, Tadschiken, Tataren, Kasachen.
Religion. 80% der kirgisischen Bevölkerung sind sunnitische Mulime, 17% russisch-orthodoxe Christen und es gibt kleine Minderheiten anderer Glaubensbekenntnisse.
Das Klima Kirgisistans ist von trockenen und kontinentalen heißen Sommern und von kalten Wintern geprägt.
Die Landschaften. Kirgisistan liegt im Hochgebirge Tienschan; die höchsten Erhebungen erreichen 7.439m und 7.134m. Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem im Tschüital im Norden und dem Ferghanatal im Süden sowie in geringerem Maße in Bergtälern wie dem um den großen See Issyk-Köl. Den südlichen Abschluss des Landes bildet die Gebirgskette des Alai. Zu den bedeutendsten Flüssen des Landes gehören der Naryn, der Tschüi und der Talas.
Bis in eine Höhe von 1.500m besteht das Land aus Steppe. Ab 1.500m herrschen alpine Wiesen und Weiden vor, die bis an die Schneefelder und Gletscher heranreichen. Die Wälder beherbergen etwa 120 Baum- und Straucharten. Mit nur 4 % Waldfläche ist Kirgisistan eins der waldärmsten Länder Asiens, beherbergt aber die größten Walnusswälder der Welt. In den Wäldern leben Reh, Bär, Marder, Wildschwein und Luchs. In den Hochlagen gibt es die höchst seltenen Schneeleoparden und Marco-Polo-Schafe sowie Adler und Falken. Murmeltiere sind in den Hochwiesen weit verbreitet.
Bischkek - Eine der grünsten Städte der Welt
Bischkek ist die Hauptstadt Kirgisistans und hat ca. 900.000 Einwohner. Die Stadt ist aus einer Karawanenstation an der Seidenstraße hervorgegangen und erlebte im Laufe ihrer Zeit mehrere Umbenennungen. Bischkek liegt auf einer Höhe von 800m über dem Meeresspiegel am nördlichen Rand des bis zu 4875m hohen Kirgisischen Gebirges, eines westlichen Teiles des Tienschan-Gebirges. Nordwestlich der Stadt zieht sich eine gewellte Steppenlandschaft bis weit ins nahe Kasachstan.
Heute ist Bischkek eine lebhafte und in vieler Hinsicht moderne Stadt in Zentralasien, mit vielen Restaurants und Cafes. Es ist eine Stadt mit breiten Boulevards, marmorverkleideten öffentlichen Gebäuden und massigen Wohnblocks in typisch sowjetischer Bauart. Aufgrund seiner kurzen Geschichte hat Bischkek keine historischen Bauwerke. Fast alle Straßen in der Kernstadt sind beidseitig von Bewässerungskanälen flankiert, welche die zahllosen Bäume bewässern, die im heißen Sommer Schatten spenden und dem ansonsten recht farblosen Stadtbild einen lebendig-fröhlichen Charakter geben. Im allgemeinen liegen auf den Territorium der Stadt etwa 20 Parken. Sehr populär ist der Eichenpark, der im Jahre 1890 von dem russischen Botaniker Fetisov gegründet wurde.
Im Museum für bildende Künste werden neben Gemälden und Skulpturen kirgisischer Künstler auch Arbeiten russischer Maler ausgestellt (u.a. Serow, Repin, Rerich, Wrubel, Lewitan). Das im Jahr 1927 gegründete Historische Museum vermittelt anhand interessanter Exponate – u.a. Funde aus der Umgebungen von Bischkek – einen Einblick in die bewegte Geschichte Kirgisistans, in die Kultur und Lebensweise der hier siedelnden Stämme und Nationen von der Urzeit bis in die Gegenwart.
Osch - Die Stadt mit der 3000-jährigen Geschichte
Osch ist eine Stadt an Rande des Ferghanatals im Süden von Kirgisistan. Der Ort im Nordosten des Alaigebirges ist der Überlieferung zufolge 3000 Jahre alt. Die Bevölkerung zählt etwa 240.000 und setzt sich aus mehreren Nationen zusammen - Kirgisen, Usbeken, Tadschiken u.a. Es ist eine sehr lebendige Stadt, mit dem Zentralasiens größten und lebhaftesten offenen Markt.
Karakol - Der Ausgangspunkt für Trekkingtouren
Karakol ist eine Stadt von etwa 55.000 Einwohnern am östlichen Ende des Issyk-Köl-Sees in Kirgisistan, etwa 150 km von der heutigen chinesischen Grenze entfernt. Sie ist administrative Hauptstadt des Gebiets Issyk-Köl. Karakol ist nicht zu verwechseln mit der weitaus kleineren Stadt Karaköl im Gebiet Dschalalabat.
Die Stadt selbst weist wenig auf, was den Besucher interessieren könnte, ausgenommen eine sehr hübsche hölzerne Moschee, die von chinesischen Facharbeitern zwischen 1907 und 1910 vollständig ohne metallene Nägel errichtet wurde, und eine ebenso attraktive hölzerne orthodoxe Kirche von 1895.
Karakol ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Trekkingtouren.
Naryn - Die malerischen Umgebungen von Naryn
Naryn ist eine alte Garnisonsstadt an der Seidenstraße in Zentral-Kirgisistan (Zentralasien). Sie liegt etwa 140km (Luftlinie) südwestlich des großen Sees Issyk -Köl zu beiden Seiten des Flusses Naryn, der in einer malerischen Schlucht durch den Ort fließt, bei rund 2.050m Höhe über dem Meeresspiegel. In Naryn leben 40.000 Einwohner, womit es nach Karakol die zweitgrößte Stadt im östlichen Teil von Kirgisistan ist.
In der Umgebung von Naryn befinden sich Canyons mit roten Felsen, das Tal des Flusses Naryn und ein Natursee (40km von der Stadt entfernt), in dem große und kleine Flüsse dem Naryn zufließen.
Issyk-Köl See - Der Stolz des kirgisischen Volkes
Kirgisen sind stolz auf den Issyk-Köl See, der 1.609m über dem Meeresspiegel liegt. Mit einer Fläche von 6.300km² ist der See der zweitgöβte Hochgebirgssee der Welt (nach dem Titikaka-See in Südamerika). Sein Wasser ist leicht salzig. 180 Flüsse flieβen in ihn hinein, aber der Abfluβ ist unbekannt.
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